Erasmus in Rom - Yannicks Tipps

Hilfreiche Tipps

Über mich

Ciao ragazzi! Ich bin Yannick, 22 Jahre alt und mache mein Erasmus-Praktikum in Rom. Gebürtig komme ich aus Bielefeld in Nordrhein-Westfalen. Für mein Studium bin ich nach Heide in Schleswig-Holstein gezogen, um Internationales Tourismusmanagement zu studieren. Ich befinde mich derzeit in meinem vierten Semester und absolviere ein Praktikum bei der „Deutschen Römerin“ in Rom.
Nun stellt sich die Frage: Warum Italien?

Die Entscheidung war für mich klar. Ich liebe Pizza, Gelato, guten Caffè und auch einen Aperitivo. Also wo, wenn nicht in Italien?! Zudem muss ich zugeben, dass ich zuvor noch nie in Italien war. So gab es also haufenweise valide Gründe, mein Praktikum genau hier zu machen.

Mein Praktikum bei der „Deutschen Römerin“ dauert insgesamt 20 Wochen. Ich bleibe somit von Anfang April bis Mitte August. In diesem Blog werde ich euch hilfreiche Tipps für den römischen Alltag geben. Außerdem zeige ich euch, was ihr unbedingt vermeiden solltet, wo es die besten und günstigsten Aperitivo-Spots gibt und wie ihr am schnellsten zum Strand kommt.
Also: Macht euch einen Caffè und lehnt euch zurück! ☕️

Was mache ich hier überhaupt? 🤔

Ich hatte ja bereits in meiner Vorstellung erwähnt, dass ich in Rom ein Pflichtpraktikum für mein Studium absolviere. Hierfür habe ich mich für ein Praktikum bei der „Deutschen Römerin“ entschieden. Wenn ihr daran auch Interesse habt, ist die Frage, was eigentlich meine Aufgaben sind, wahrscheinlich besonders spannend. 
Abseits des Blogs habe ich noch viele andere Baustellen, die mir bei der „Deutschen Römerin“ zugeteilt werden. So übernehme ich zum Beispiel ganz oft die Koordination vor Ort: Hierbei nimmt man die Kunden in Empfang, begrüßt sie herzlich und sorgt dafür, dass alles glatt läuft und auch wirklich jeder Kunde sicher bei seiner Tour ankommt. Immer wieder darf ich mich außerdem an echten Kundenanfragen ausprobieren. Darüber hinaus erstelle ich hin und wieder Buchungsbestätigungen und erledige jede Menge organisatorisches, um das Team im Hintergrund zu entlasten. Und ja – auch Caffè kochen gehört ab und zu mal dazu! 😉

Erster Realitätscheck

Erster Monat Rom. Das bedeutet: Ankommen in einer für mich unbekannten Stadt mit einer Sprache, die ich nicht spreche. Und auch: Herauszufinden, wie man die öffentlichen Verkehrsmittel in Rom richtig und sicher nutzt, ohne vom nächsten Auto überfahren zu werden. Zudem merkt man, dass die Daten von Google Maps für Busse nur sehr sporadisch sind und man nie sicher sein kann, wann der nächste Bus wirklich kommt. Offiziell bin ich jetzt angekommen - und hier ist mein ehrlicher Realitätscheck.

Die Wohnungssuche in Rom

Als ich noch in Deutschland war, musste ich nach einer Wohnung Ausschau halten und mir überlegen, wo ich denn für meine Zeit hier in Rom leben möchte. Für mich persönlich war klar, dass ich mir ein Viertel aussuche, das in der Nähe meines Praktikumsplatzes liegt, aber auch eine hohe Lebensqualität bietet. Hierbei fingen dann auch schon die ersten Schwierigkeiten an: Eine Wohnungssuche in Rom ist nämlich alles andere als einfach!

Es ist unglaublich wichtig, viel Geduld und Zeit mitzubringen. Man muss ständig aufpassen, nicht auf Scams – also Betrugsmaschen – reinzufallen, denn davon gibt es leider ganz schön viele. Ich habe etliche Stunden auf Idealista, Subito oder auch in teilweise dubiosen Facebook-Gruppen verbracht.
Damit ihr es bei eurer Suche etwas leichter habt sind hier drei wertvolle Tipps und ein Bonustipp, die ihr unbedingt beachten solltet, wenn ihr nach einer Unterkunft in Rom sucht:

Die Touristen-Falle ⚠️: Versucht nicht krampfhaft eine Wohnung in der Nähe von touristischen Hotspots zu finden. Diese sind meist sehr teuer und außerdem werdet ihr hier nicht das echte Römische Leben kennenlernen. Schaut nach den Vierteln die ein wenig außerhalb sind. Diese sind meist sehr belebt und die Wohnungskosten sind erschwinglich. Beliebte Viertel für Studenten sind San Lorenzo, Trastevere oder auch Pigneto.

Die Metro-Regel 🚊: Da man den Buslinien in Rom nie ganz vertrauen kann – sie kommen quasi, wann sie wollen – empfehle ich euch dringend, eine Wohnung in der Nähe einer Metrostation zu suchen. Rom hat nämlich über die Metrolinien A, B und C eine wirklich gute Anbindung. Zudem fährt auch die Tram viele Viertel ab, mit der ihr ebenfalls super schnell ins historische Zentrum gelangt.

Kaution und Verträge 💸: Bei der Wohnungssuche kann es schnell vorkommen, dass Vermieter schon vorab eine Zahlung verlangen. Sendet auf keinen Fall Geld, bevor ihr euch nicht zu 100 % sicher seid! Wenn ihr irgendwie die Möglichkeit habt, solltet ihr unbedingt vor Ort eine Wohnungsbesichtigung durchführen. Falls das aus der Ferne nicht klappt, bittet den Vermieter oder die Vermieterin darum, euch aktuelle Bilder und bestenfalls ein Video einer Roomtour zu schicken. Wenn es dann an den Papierkram geht, solltet ihr genau hinschauen: Achtet bei den Verträgen unbedingt darauf, dass diese offiziell registriert und im Idealfall speziell auf euch als Studierende zugeschnitten sind.

Bonustipp 🏡: Tretet frühzeitig den verschiedenen Erasmus-Gruppen auf WhatsApp bei. Oftmals finden sich genau dort super Angebote für WGs und Zimmer, da die Studierenden untereinander direkt Informationen und Nachmieter-Gesuche teilen. Wenn ihr also früh genug beitretet, kann sich das als echte Goldgrube für eure Wohnungssuche erweisen!

Anbei ein paar Links zu den Instagramseiten:
Instagram: ESN Roma
Instagram: ERA Roma

Solltet ihr über andere Plattformen suchen, so kann ich euch empfehlen:
Spotahome
Idealista

Mein neues Zuhause: Das Viertel Pigneto

Letztendlich habe ich mich für das Viertel Pigneto entschieden. Der Hauptgrund dafür war, wie bereits erwähnt, die unschlagbare Nähe zu meiner Arbeitsstelle – der „Deutschen Römerin“. Außerdem ist Pigneto perfekt an die Metrolinie C angebunden, und auch die Tram hält direkt um die Ecke.

Und nun bin ich also hier: Das Wetter ist herrlich, der Caffè schmeckt fantastisch und direkt vor meiner Haustür pulsiert das römische Leben! ☀️🇮🇹

Der Caffè-Kodex

Seid ihr in Italien, so führt absolut kein Weg an Caffè vorbei. So wie es bei uns in Deutschland an jeder Ecke eine Dönerbude gibt, so findet man in Italien an fast jeder Straßenecke eine kleine Bar. So heißen hier die Cafés. Und weil die Italiener eine ganz andere Cafèkultur haben als wir in Deutschland, gebe ich euch hier drei wertvolle Tipps mit, die ihr unbedingt beachten solltet, wenn ihr in Italien euren Caffè bestellt:

Die 11 Uhr Regel ☕️: In Italien ist es üblich, dass man Caffè (also einen Espresso) trinkt. Natürlich könnt ihr euch auch einen Cappuccino bestellen, allerdings gibt es hierbei eine ungeschriebene Regel: Wenn ihr vom Barista nicht angeguckt werden wollt, als hättet ihr gerade ein Verbrechen begangen, solltet ihr nach 11 Uhr morgens lieber keinen Cappuccino mehr bestellen. In Italien gilt der Cappuccino nämlich ausschließlich als reines Frühstücksgetränk. Nach 11 Uhr oder nach dem Essen bestellt man stattdessen einen Caffè oder höchstens einen Caffè macchiato. Der Grund, weshalb Italiener später am Tag auf Milch im Kaffee verzichten, ist simpel: Sie sind fest davon überzeugt, dass die warme Milch viel zu schwer im Magen liegt und die anschließende Verdauung blockiert.

Am Tisch vs. An der Bar ( Al tavolo vs. Al banco) 🪑: Des Weiteren gibt es in Italien einen großen Unterschied in der Art und Weise, wie man seinen Caffè bestellt und trinkt. Typisch ist es in vielen klassischen Bars, dass man zuerst an der Kasse bezahlt und dann mit dem Kassenzettel (scontrino) zum Barista an die Theke geht, um seine Bestellung aufzugeben.
Zudem kommt es beim Preis extrem darauf an, ob ihr euren Caffè am Tisch (al tavolo) oder an der Theke (al banco) trinkt. Die Italiener trinken ihren Caffè fast immer im Stehen an der Theke. Der Grund dafür: Sobald man sich an einen Tisch setzt, zahlt man oft einen saftigen Aufpreis für den Service (coperto oder servizio). Dadurch kann der Caffè am Tisch schnell mal ein bis zwei Euro (oder noch mehr) teurer sein als an der Bar.
Das gilt allerdings nicht ausnahmslos für jedes Café. Achtet am besten vor Ort auf die ausliegende Preisliste (oft als Listino Prezi an der Wand oder Kasse zu finden). Dort ist genau aufgeteilt, wie viel der Caffè al banco und wie viel er al tavolo kostet.

Der Preis-Check 💸: Seid ihr in Rom unterwegs, werdet ihr an jeder Ecke auf Bars treffen. Hierbei könnt ihr je nach Lage auf recht unterschiedliche Preiskategorien stoßen, die von super günstig bis hin zu extrem teuer und touristisch schwanken.
Mein Tipp: Trinkt euren Caffè (al banco) dort, wo der Preis für einen einfachen Espresso zwischen 1,20€ und 1,40€ liegt. Diese Bars sind meistens nicht auf Massentourismus ausgelegt, und ihr könnt euch sicher sein, dass hier auch die Römer selbst ihren morgendlichen Kick holen. Zahlt ihr deutlich mehr, befindet ihr euch höchstwahrscheinlich in einer typischen Touristenfalle.

Die besten Aperitivo-Spots für Studenten 🥂

Wer in Rom ausgehen möchte, wird zahlreiche Bars finden. Die Preise für einen Aperol können hierbei schwanken. Deshalb gebe ich euch meine Top 3 Aperitivo-Spots, welche beliebt bei Studenten und zudem Preiswert sind.

Platz 1: Blue Bar (San Lorenzo) 🍹

Auf Platz 1 befindet sich für mich die Blue Bar im studentischen Viertel San Lorenzo. Ein Aperol Spritz kostet hier unschlagbare 3,50 €! Die Atmosphäre ist super angenehm, und man kann sich dort richtig gut unterhalten. Sobald man ankommt, wird man herzlich empfangen, und das Team stellt einem unkompliziert Tische und Stühle nach draußen. Die Bar ist nämlich hauptsächlich darauf ausgelegt, dass man draußen sitzt.
Vor Ort trifft man auf jede Menge Erasmus-Studierende, aber auch viele einheimische römische Studierende sind hier anzutreffen. Unter der Woche bekommt man recht einfach einen Platz. Geht ihr allerdings am Wochenende in die Blue Bar, kann es bei einer späten Ankunft passieren, dass alles voll ist. Dann müsst ihr euch einfach mit eurem Drink – wie ein echter Römer – an die Seite dazustellen.

Platz 2: Bar San Calisto (Trastevere) 🍹

Eine auch sehr bekannte Bar ist die Bar San Calisto. Sie liegt in Trastevere. Man kann in dieser Bar nicht nur einen Aperol genießen, sondern kann sich auch ein leckeres Eis holen. Am Abend ist hier immer eine ganze Menge los und die Menschen kommen zusammen und feiern hier bs spät in die Nacht.

Platz 3: Antigallery (Cavour) 🍹

Meinen letzten Platz belegt die Anti Gallery in der Nähe der Metrostation Cavour. Auch in dieser Bar sitzt man hauptsächlich draußen. Der Preis für einen Aperol Spritz liegt hier zwar ein bisschen höher – um genau zu sein bei 5 € –, allerdings ist die Stimmung mindestens genauso schön wie in der Blue Bar oder der bekannten Bar San Calisto. Vor Ort kann man sich entweder ganz klassisch an einen der Tische setzen oder sich einfach mit seinem Drink auf die Mauer dazugesellen, was hier extrem beliebt ist. Am besten erreicht ihr die Bar, wenn ihr die Metrolinie B bis zur Haltestelle „Cavour“ nehmt. Von dort aus sind es dann nur noch wenige Schritte, bis ihr ankommt und euch euren kühlen Aperol genehmigen könnt.

Der Strand-Check 🏖️

Rom kann im Sommer heiß werden.  Viele, die nach Rom kommen, wissen gar nicht, dass der Strand nicht weit von der Ewigen Stadt entfernt ist. Als ich ankam, war mir nicht bewusst, wie einfach es sein kann, ans Meer zu fahren. Hier sind meine zwei Lieblingsstrände, die ich empfehlen kann, wenn ihr dem heißen römischen Sommer entkommen möchtet.

Der Weg nach Ostia 🌊

Die schnellste Möglichkeit bietet euch der Strand von Ostia. Um dorthin zu gelangen, nehmt ihr einfach die Metrolinie B bis zur Haltestelle „Piramide“. Direkt von dort (Bahnhof Roma Porta San Paolo) fährt die Regionalbahn Metromare durch bis nach „Cristoforo Colombo“, der Endhaltestelle in Ostia.

Der große Vorteil bei diesem Strandtrip: Wenn ihr bereits eine reguläre Zeitkarte oder ein Standard-Ticket für das römische Nahverkehrsnetz (ATAC) besitzt, könnt ihr diese ohne Aufpreis auch für den Zug zum Strand nutzen. Die Züge fahren in der Regel im Halbstundentakt ab, sodass ihr super flexibel seid.

Der Strand von Anzio 🏖️

Ein weiterer schöner Strand liegt in Anzio, ein Stück weiter südlich von Rom. Die Regionalbahn dorthin fährt direkt vom Hauptbahnhof Stazione Termini ab, und die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde. Eine Hinfahrt ist mit 3,60 € wirklich super günstig. Und das Beste: Wenn man schon mal in Anzio ist, kann man den Strandtag perfekt nutzen, um sich auch gleich die historische Küstenstadt anzuschauen!

Fazit meines Aufenthalts in Rom 🇮🇹☀️

Mein Praktikum neigt sich langsam dem Ende zu. Es ist August, die Straßen werden leerer und die Sonne heißer.

Nun stellen sich ein paar abschließende Fragen: Wie war Rom für mich, habe ich mich zurecht gefunden und vor allem: Würde ich wiederkommen?

Insgesamt war Rom großartig für mich. Die Stadt hatte immer viel zu bieten und es gab immer etwas Neues zu entdecken. Dadurch, dass ich an verschiedenen Erasmus Events teilgenommen habe, konnte ich auch viele tolle und unterschiedliche Menschen kennenlernen. Natürlich war nicht jeder Tag einfach, aber auch diese Tage konnten bewältigt werden. Macht euch darum keine Sorgen. Außerdem hatte ich in meiner Zeit in Rom ebenfalls die Möglichkeit, meine italienisch Kenntnisse auszubauen. Auch wenn dieses nur gebrochen ist, so half mir dies jedoch bei Kleinigkeiten durch den Alltag. 

Ich kann versichern, dass ich definitiv in die Ewige Stadt wiederkehren würde. Ich habe selbst längst noch nicht alles gesehen und es gibt noch so vieles zu entdecken. Rom ist eine der schönsten Städte und bietet viel für Studenten und junge Menschen. Hier werdet ihr immer fündig, wenn ihr etwas erleben wollt. Also worauf wartet ihr? Kommt in die ewige Stadt und vielleicht trefft ihr mich ja in einem der zahlreichen Cafés oder Bars. Aber bis dahin sage ich: Arrivederci! 👋🇮🇹

Newsletter Anmeldung

Kostenlose Checkliste für Deinen Rom Besuch

Melde Dich jetzt für unseren kostenlosen Newsletter an und erhalte eine kostenlose Checkliste für Deinen nächsten Rom Besuch sofort als PDF Download.

Mit Klick auf den "Abonnieren" Button stimmst Du zu, dass Du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren möchtest und erklärst Dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Ihr seid auf der Suche nach etwas ganz Besonderem?

Gern stellen wir euch individuelle Ideen und Wünsche für euer Romerlebnis zusammen.